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27.01.2010 Wintersport: Kinder-Unfälle vermeiden

Im Wintersport ist für Kinder und Jugendliche die Verletzungsgefahr besonders hoch – auch, weil sie viel riskanter Ski fahren. Es gibt aber gute Möglichkeiten, die Kinder zu schützen.
Spaß im Schnee - mit dem richtigen Schutz

Helm aufsetzen und Vorbild sein

Knapp 50.000 Deutsche verletzen sich jedes Jahr beim Ski- und Snowboardfahren. Besonders unfallgefährdet sind Kinder. Denn sie fahren häufig sehr schnell und unvorsichtig - obwohl sie ihre Bretter meist noch nicht richtig unter Kontrolle haben. Die Neigung zu einer riskanten Fahrweise ist beim Nachwuchs sogar um bis zu zehnmal höher als bei erwachsenen Skifahrern. Das liegt vor allem daran, dass Kinder meist noch nicht in der Lage sind, Geschwindigkeiten, Hindernisse und Gefahren richtig einzuschätzen. Nicht selten endet deshalb das Skivergnügen für den Nachwuchs mit schmerzhaften Prellungen oder Knochenbrüchen im Krankenhaus. Das sind die Ergebnisse der "Winterstudie" vom Deutschen Ring.


Verletzungsrisiko bei Kindern begrenzen
    Besonders häufig verletzen sich die jungen Wintersportler an den Knien: Bei etwa jedem dritten Skiunfall stellen Ärzte dort Blessuren fest. Zu Kopfverletzungen kommt es zwar nur bei jedem zehnten Wintersportunfall, sie haben aber oftmals besonders schlimme Folgen. Neben Gehirnerschütterungen erleiden die Ski- und Snowboardfahrer teilweise gefährliche Schädelfrakturen. In einigen Fällen endet der Sturz auf den Kopf sogar tödlich. "Dabei lassen sich viele Verletzungen vermeiden", sagt Jens Christian Berggreen, Sicherheitsexperte beim Deutschen Ring. "Haben Ski- und Snowboardfahrer bei einem Unfall beispielsweise einen Helm auf, wird das Risiko einer Kopfverletzung mehr als halbiert." Um die Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen, bietet der Deutsche Ring deshalb seinen Kunden vergünstigte Kinderschutzhelme an.


Schutzkleidung sorgt für Sicherheit
    Viele Eltern haben diesen entscheidenden Sicherheitsvorteil für ihren Nachwuchs bereits erkannt: Mittlerweile tragen etwa neun von zehn Kindern beim Wintersport einen Skihelm. Einige Mütter und Väter zögern allerdings noch. Sie befürchten, dass die zusätzliche Last des Helms bei ihren Sprösslingen zu vermehrten Nackenverletzungen führt - Bedenken, die sich in der Praxis glücklicherweise als unbegründet herausstellen. Neben Helmen können Schoner an Knien oder Handgelenken vor schmerzhaften Sturzfolgen schützen. Zusätzlich sorgt auffällige Kleidung dafür, dass der Skinachwuchs auch bei schlechten Sichtverhältnissen nicht übersehen wird.

Rückenprotektoren werden überschätzt
    Immer mehr Ski- und Snowboardfahrer sind auf den Pisten außerdem mit Rückenprotektoren unterwegs. Sie sollen die Wintersportler im Falle eines Sturzes vor gefährlichen Rückenverletzungen schützen. Im Gegensatz zu Helmen und anderer Schutzkleidung ist die Wirksamkeit der Protektoren allerdings bisher nicht bewiesen. Tests haben gezeigt, dass der Schoner bei einem schweren Sturz oft nicht viel mehr abfedert, als ein bepackter Rucksack. Bei den zurzeit angebotenen Modellen gibt es zudem deutliche Qualitätsunterschiede, denn gesetzliche Vorschriften für die Herstellung gibt es bisher nicht. Häufig führen Rückenprotektoren sogar dazu, dass sich der Nachwuchs damit bei der Abfahrt zu sicher fühlt und noch riskanter fährt als ohnehin schon.

Kinder durch richtiges Verhalten schützen
    Bringen Eltern ihren Kindern frühzeitig das richtige Verhalten auf der Piste bei, muss es zu vielen Stürzen erst gar nicht kommen. Wichtig ist, dass Eltern immer ein gutes Vorbild abgeben - denn bei ihnen guckt sich der Nachwuchs seine Fahrweise ab.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Rings vom 26. Januar 2010
Internet:www.DeutscherRing.de

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