20.06.2011 Verheimlichter Diabetes, verpasste Insulininjektionen

Eine Umfrage der britischen Diabetesorganisation Diabetes UK hat gezeigt, dass beinahe eine Million Menschen in Großbritannien ihre Gesundheit riskieren und emotionalen Stress in Kauf nehmen, indem sie ihre Diabeteserkrankung verheimlichen.
Im Rahmen der Erhebung gab jeder Dritte der 3.700 befragten Diabetespatienten an, dass sie ihre Stoffwechselerkrankung ihrem Umfeld gegenüber verheimlicht haben oder noch immer verheimlichen. Die Hälfte dieser Menschen schätzt ein, dass dieses Verschweigen Auswirkungen auf ihr Diabetesmanagement hatte bzw. hat und ein Drittel sieht davon ihre physische und emotionale Gesundheit beeinträchtigt.
27 Prozent der Befragten, die ihre Erkrankung verheimlichen, machen dies, weil sie diesbezüglich Diskriminierungen oder Mobbing befürchten. Weitere genannte Gründe waren Angst vor eingeschränkten Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder dass andere Menschen davon ausgehen, der Diabetes resultiere alleinig aus einer ungesunden Ernährungsweise und zu wenig Selbstdisziplin. 59 Prozent davon, verbergen ihren Diabetes auf der Arbeit, 56 Prozent aber auch in ihrem Freundeskreis.
Viele der Befragten gaben an, dass sie Blutzuckermessungen oder gar Insulininjektionen verpassten, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, obgleich dies schwere gesundheitliche Folgen für sie hätte bedeuten können.
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Lucas Wurstbrotrevolution
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16.03.2012








