10.05.2011 Verband befürchtet Jobabbau in Apotheken

Infolge des Gesundheitsspargesetzes geht die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände von einem Beschäftigungsrückgang aus.

Vor Inkrafttreten des Gesundheitsspargesetzes Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) hat die die Zahl der Beschäftigten in Apotheken, laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbändeder (ABDA), einen neuen Höchststand erreicht: Fast 148.000 Arbeitsplätze gibt es in den mehr als 21.400 Apotheken (Stand: Ende 2010).

Allerdings gehen Branchenexperten davon aus, dass die zunehmenden Schließungen von Apotheken als Folge des AMNOG auch erhebliche Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten haben werden, schreibt die ABDA in einer Pressemitteilung und hat dazu eine aktuelle Übersicht in ihrer Broschüre "Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2010" veröffentlicht.

Zu den Ursachen für die steigende Beschäftigung gehöre U.a. der Mehraufwand durch die Rabattverträge der Krankenkassen, die eine erhebliche persönliche Betreuung der Patienten in der Apotheke erfordern. Unter den 147.827 Beschäftigten in Apotheken sind 48.695 Apotheker, 55.345 Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) und 34.719 Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte (PKA).

Die Differenz machen andere Berufsgruppen wie Pharmazie-Ingenieure aus. Die positive Jobentwicklung trotzt sogar der sinkenden Apothekenzahl - von 21.548 im Jahr 2009 auf 21.441 im Jahr 2010.

Nach Inkrafttreten des AMNOG Zu Jahresbeginn 2011 befürchtet der Verband nun dramatische Ergebniseinbußen in den Apotheken. "Es ist zwar erfreulich, dass es mehr wohnortnahe und familienfreundliche Arbeitsplätze gibt, wo sich Naturwissenschaft und Sozialkompetenz hervorragend verbinden lassen", sagt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf.

"Wer aber als Gesundheitspolitiker Apothekenbelastungsgesetze wie das AMNOG beschließt, nimmt in Kauf, dass wichtige Arbeitsplätze und die flächendeckende Versorgung der Patienten in Gefahr geraten."

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