05.09.2009 Große Gesundheitsgefahr für dicke Kinder

Dicke Kinder werden nicht nur kranke Erwachsene – sie sind in jungen Jahren schon gesundheitsgefährdet. Übergewicht und Adipositas führen bereits im frühen Kindesalter zu ausgeprägten pathologischen Veränderungen, die zur Entwicklung generalisierter Gefäßschäden als Frühform einer Atherosklerose (Arterienverkalkung) beitragen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Herzzentrums der Universität Leipzig, die beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert wurde.
Präventive Maßnahmen schon im frühen Kindesalter
„Das erklärte Ziel muss sein, bereits im frühen Kindesalter effiziente Strategien der Primär- und Sekundärprävention zu etablieren, um die Häufigkeit von Adipositas bei Kindern zu reduzieren“, betonte Studienleiterin Priv.-Doz. Dr. Sandra Erbs nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in einer Presseinformation. „Neben einer engen Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Eltern sollte hier nicht nur das Ernährungsverhalten geschult, sondern insbesondere die körperliche Aktivität erhöht und das Freizeitverhalten der Kinder beeinflusst werden.“
Im Rahmen der derzeit noch laufenden Leipziger Studie wurden bisher 80 übergewichtige oder adipöse Kinder und 60 normalgewichtige Kinder mit durchschnittlich 12 Jahren untersucht. Erstmals hat sich dabei laut DGK gezeigt, dass der mittlere systolische Blutdruck bei stark übergewichtigen Kindern durchschnittlich um 8 mmHg höher ist als bei normalgewichtigen Kindern.
Schlechte Stoffwechselwerte bei adipösen Kindern
Bei einem Glukosetoleranztest ergaben sich bei den adipösen Kindern Hinweise für einen Glukosestoffwechsel als Vorstufe eines Diabetes mellitus. Auch bei verschiedenen Messparametern, die den Zustand der Gefäße darstellen, schnitten die dicken Kinder wesentlich schlechter ab als ihre normalgewichtigen Altersgenossen, heißt es in der Presseinformation.
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