09.01.2012 Frühe Periodenblutung - höheres Diabetesrisiko

Durch den neuen Risikofaktor hoffen die Forscher, künftig Diabetes präventiv besser begegnen zu können: Frauen mit einem erhöhten Diabetesrisiko könnten künftig anhand ihrer ersten Regelblutung identifiziert werden. Denn je früher diese eintritt, so haben Dr. Christine Meisinger, Dr. Doris Stöckl und ihre Kollegen vom Helmholtz-Zentrum in München herausgefunden, desto wahrscheinlicher treten im weiteren Leben Vorstufen von Diabetes oder auch Diabetes selbst auf.
Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher nach der Untersuchung von 1503 Frauen im Alter von 32 bis 81 Jahren im Rahmen der KORA-F4-Studie, wobei das durchschnittliche Alter, in dem die erste Regelblutung auftrat, 13 Jahre beträgt. Anders als bisher vermutet ist dieser Zusammenhang unabhängig vom BMI, den die Studienteilnehmer als Erwachsene haben
Was steckt hinter dem Zusammenhang?
„Wir hoffen, dass es so möglich sein wird, Personen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu treffen“, sagt Doris Stöckl. Sie und Ihre Kollegen untersuchen nun, inwiefern der entdeckte Zusammenhang auf genetische beziehungsweise sozialökonomische Faktoren beruht. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention ist Ziel des Helmholtz Zentrums München.
Internet
www.helmholtz-muenchen.de
www.dzd-ev.de
www.kompetenznetz-Diabetes-mellitus.de
Quelle: Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums München, Dezember 2011
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