18.07.2011 Camp D - toller Erfolg trotz Virus

Novo Nordisk und Bayer Vital haben zusammen mit den Partnern Medtronic und diabetesDE das Camp D in Bad Segeberg veranstaltet. 500 Jugendliche sind gekommen.

Bad Segeberg, Anfang Juli 2011. Am Freitag mittag, beim Pressegespräch zu Camp D in Bad Segeberg, war noch alles in bester Ordnung. Über 500 Kinder und Jugendliche haben sich Anfang Juli auf Europas größtes Erlebniscamp für junge Menschen mit Diabetes gefreut. Und sie hatten viel Spaß und viel gelernt - bis zum späten Samstag nachmittag. Dann erkrankten die ersten Besucher an einer Noro-Virus-Infektion, die Brechdurchfall auslöst; im Verlaufe der Nacht mussten über 200 Teilnehmer medizinisch versorgt werden.

Trotzdem wunderschönes Camp
Das sorgte natürlich für helle Aufregung im Zeltlager auf den Wiesen der Rennkoppel in der Eutiner Straße. Til Rendschmidt von Novo Nordisk, Arzt und Gesamtleiter von Camp?D: "Wir alle hatten bis Samstag nachmittag ein wunderschönes Camp und bedauern sehr, dass es dann zu diesen Erkrankungen gekommen ist.

Glücklicherweise verliefen alle Fälle glimpflich und ohne besondere Komplikationen." Und dass es alles so glimpflich ablief, lag selbstverständlich an der perfekten Organisation des Camps und an der medizinischen Versorgung. "Alle - Betroffene, Betreuer und die unverzüglich informierten örtlichen medizinischen Helfer - haben sehr besonnen reagiert, als die ersten Fälle auftraten. Auch die Kliniken im Umkreis haben kompetente Hilfe geleistet. Unser Notfallplan hat sich bewährt", ergänzte Rendschmidt.

Hervorragende Betreuung
Claudia Geis, Leiterin Diabetes Care bei Bayer Health Care in Deutschland, die das Camp zusammen mit Novo Nordisk organisieren, war zum ersten Mal dabei und hatte sich als Betreuerin verpflichtet: "Es tut mir sehr leid, dass so viele Teilnehmer erkrankt waren. Dank der hervorragenden Betreuung vor Ort - sowohl in medizinischer wie in menschlicher Sicht - können wir jetzt endlich erleichtert aufatmen.

Die letzten Tage, besonders die Nacht von Samstag auf Sonntag, waren für alle Beteiligten sehr dramatisch. Deshalb bin ich dankbar für den guten Ausgang." Wie toll das Zeltlager trotz Virus gewesen sein muss, zeigen auch die vielen positiven Einträge im Gästebuch der Camp-D-Internetseite. Oder auch Anja Renfordt, mehrmalige Kickbox-Weltmeisterin, Typ-1-Diabetikerin und Betreuerin bzw. Referentin bei Camp D: "Mich hat es ebenfalls erwischt am Samstag, und mir haben all die Kinder so leid getan, die wegen des Virus nicht mehr am Kickbox-Workshop teilnehmen konnten."

Viele Workshops
Beim Camp D, das dieses Jahr zum dritten Mal nach 2006 und 2008 stattfand, sind alle Teilnehmer in Teams, sozusagen in Kleinfamilien untergebracht. Eine Gruppe von rund acht Personen wird von zwei Betreuern begleitet. Die älteren Teilnehmer finden sich auch mal in 10er-Gruppen wieder. Bei den Workshops standen auch dieses Mal Sport, Schulung oder beispielsweise ein Alternativprogramm mit einem Promikoch im Mittelpunkt. Camp?D 2012? Auf ein neues hoffentlich - und dann ohne den lästigen Noro-Virus.

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