21.10.2011 Anja Renfordt (30): "Habe nichts zu verlieren"

Nächste Woche startet die Weltmeisterschaft mit der Typ-1-Diabetikerin.

Kickboxerin Anja Renfordt ist das "Cover-Girl" des Diabetes-Journals (November-Ausgabe 2011). Nächste Woche reist sie zur Weltmeisterschaft nach Mazedonien. Hier letzte Informationen, zitiert nach "Der Westen", dem Portal der WAZ-Gruppe:

Lüdenscheid. Zwei Kämpfer schickt die Kampfsportschule MKL in der kommenden Woche zu den Kickbox-Weltmeisterschaften ins mazedonische Skopje. Die Lüdenscheider Yannick Kern und Anja Renfordt gehören zur gut 20-köpfigen deutschen Delegation, die vom 23. bis 30. Oktober nach Mazedonien reisen wird.

Neunte WM für Renfordt
Für Renfordt, die in Skopje in der offenen Klasse (70+ kg) im Leichtkontakt antritt, ist dies schon Routine. Für sie ist es die mittlerweile neunte WM und kann bereits auf fünf Titel zurückblicken. Zuletzt feierte Renfordt 2005 zwei Titel. Daran schloss sich eine fünfjährige Pause an. „Eigentlich hatte ich komplett aufgehört“, sagte Renfordt, die aber zurück gekehrt ist; zunächst als Betreuerin zurück, ehe sie wieder voll ins Training einstieg. „Das habe ich mir gut überlegt. Und bis jetzt ist es aufgegangen.“ Die Qualifikation haben beide bei Turnieren und Kaderlehrgängen der Nationalmannschaft gesammelt. Bei dem Wertungssystem hatten beide Kämpfer die höchste Punktzahl erzielt und überzeugten die Bundestrainer Peter Zaar und Bernd Reichenbach, die das Duo auch in Skopje unterstützen werden.

Wer sind die Gegner?
Die Reise zur WM wird durch den Verband sowie den Athleten selbst finanziert. Für den Selbstkostenanteil von 150 Euro fanden sie jedoch im Haus Hellersen und der Sieper GmbH zwei Sponsoren. Zudem stellte Funcolor Kleidung zur Verfügung. Kerns Ziel bei seinem WM-Debüt: „Ich will am Treppchenplatz schnuppern.“ MKL-Besitzerin Marion Fiedler bremst jedoch die Erwartungen: „Der erste Kampf ist der wichtigste.“ Große Unbekannte sind die Gegner, denn dies entscheidet sich erst vor Ort, und zudem kennen die Lüdenscheider die weiteren Teilnehmer nicht.

Gute Chancen - und nichts zu verlieren
Trotz allem sieht Renfordt für sich die Chance auf den sechsten Titel: „Ich habe mich intensiv vorbereitet und so gut trainiert wie lange nicht mehr.“ Auch für die erfahrene Athletin zählt jeder Kampf, doch aufgrund ihrer Erfahrung ist die Hoffnung, „dass am Ende etwas dabei herauskommt“, nicht unberechtigt: „Ich habe auch nichts zu verlieren.“

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